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Betriebspraktikum

14.3.2018

Der Weg in die Arbeitswelt ist oft steinig - Schüler der Oberschule Pingel Anton absolvieren Berufspraktika in unterschiedlichen Betrieben

Um nach der Schullaufbahn einen geeigneten Beruf zu ergreifen, sollte sich der Schüler von heute schon früh praktisch orientieren. Dieses Prinzip verfolgt auch die Oberschule Pingel Anton, indem sie ihren Schülern Zeit gewährt, um Wirtschaftsbetriebe zu erkunden.

Drei Wochen lang tauschten die Realschüler der neunten Klassen sowie zwei Wochen lang die Hauptschüler der achten Klassen der Oberschule Pingel Anton ihre Klassenzimmer mit Büros, Werkstätten, Dienststellen oder auch Tierarztpraxen in Cloppenburg. Für den einen ging damit ein Traum in Erfüllung, der andere aber stellte fest, dass er nach der Schule lieber etwas anderes machen möchte.

„Die langjährige Kooperation mit Betrieben aus Cloppenburg, die jedes Jahr Schüler aufnehmen, ermöglicht diesen erst einen guten Einblick in die Arbeitswelt“, freut sich Praktikumsleiterin Johanna Altevers über die gute Zusammenarbeit mit den Cloppenburger Betrieben. „Unsere Schüler nutzen gerne die Chance und erhalten manchmal sogar die Aussicht auf eine Ausbildungsstelle.“

„Ich wurde während meiner Praktikumszeit in drei Ämtern eingeteilt“, berichtet Aylin Varal, die ihr Praktikum beim Landkreis absolviert. Eine ihrer drei Wochen arbeitete die 15-jährige im Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft und nach einem Besuch bei der Mülldeponie ist ihr klar: „Jetzt achte ich umso mehr auf die Umwelt, weil es total umständlich ist, den Müll zu sortieren.“ Das Praktikum sei „nicht schlecht“, aber Aylin würde viel lieber zur Schule gehen. In einem Architekturbüro sitzt Darja Hergert und für sie steht schon jetzt fest: „Ich kann mir vorstellen, eine Ausbildung als Bauzeichnerin zu machen.“ Die Schülerin schwärmt förmlich von ihrer Arbeit und freut sich, dass sie auch mal übertreiben darf. Zurzeit plant sie nämlich ihr Traumhaus mit einem Budget von einer Millionen Euro. Als Option sieht die Realschülerin auch, nach einer solchen Ausbildung das Fachabitur zu machen und danach vielleicht Architektur zu studieren.

„Man merkt ganz deutlich, dass die Schüler das Praktikum sehr ernst nehmen und für wichtig in Bezug auf ihre Berufswahl erachten“, stellt Klassenlehrerin Mareke Seegers fest. „Die Recherche vorab und die ersten Tagesberichte sind ganz toll und gut reflektiert.“

„Mir gefällt es richtig gut“, strahlt auch Helin Gevin über das ganze Gesicht. „Ich weiß jetzt sehr viel über die Arbeit beim Hausarzt und wie dort alles abläuft.“ Wie anstrengend das Arbeiten sein kann merkt Dilbirin Celik schon nach einem Tag, denn dieser ist nicht folgenlos geblieben: Mit Muskelkater muss sich der Hauptschüler schon am zweiten Tag an die Arbeit als KFZ-Mechatroniker machen. „Arbeit ist nun mal anstrengend“, bestätigt da die Klassenlehrerin Eugenia Fetzer nur. „Willkommen in der Welt der Erwachsenen.“ Und auch wenn Dilbirin die erste Praktikumswoche als „schlimmste Woche meines Lebens“ bezeichnet, gibt er zu: „Aber ich lerne sehr sehr viel!“

Über viele positive Rückmeldungen der Betriebe können die Klassenlehrer schon nach wenigen Tagen schwärmen. So werden ihre Schüler als gewissenhaft und ordentlich bezeichnet. Auch das Interesse und die Wissbegier, neue Aufgaben zu bekommen, sei häufig hervorgehoben worden.

Welchen Stellenwert die Berufsorientierung an der Oberschule einnimmt, wird schon mit einem Blick auf das Berufsorientierungskonzept deutlich: Bereits ab dem siebten Schuljahr sieht das Konzept der Schule Betriebserkundungen vor. In Klasse acht folgt außerdem die Kompetenzanalyse, bei der die Stärken der Schüler herausgefiltert und geeignete Berufsfelder vorgestellt werden. In Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen finden darüber hinaus Berufsorientierungsmodule statt. Für die Hauptschüler der achten Klassen stehen zum Ende des Schuljahres zusätzlich noch die Werkstatttage an der Kreishandwerkerschaft an. „Bei unseren Schülern fällt die Praktikumswahl häufig auf Bereiche im Büro“, weiß Praktikumsleiterin Johanna Altevers. „Deshalb ist es umso wichtiger, ihnen auch den handwerklichen Bereich näher zu bringen.“

Während für die Hauptschüler der Oberschule in Klasse 8, 9 und 10 jeweils ein Praktikum ansteht, gibt es für die Realschüler lediglich in Klasse 9 ein Praktikum. Den Schwerpunkt legt die Oberschule Pingel Anton bei den Realschülern auf das Bewerbungstraining, das zusammen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern intensiv durchgeführt wird. Eine gute Gelegenheit, den einen oder anderen Betrieb kennen zu lernen, wird den Schülern der Oberschule Pingel Anton zudem durch die Teilnahme an Veranstaltungen in der Talent Company geboten. Auf der Zielgeraden unterstützt schließlich der Berufsberater die künftigen Abschlussschüler und findet gemeinsam mit dem Klassenlehrer und den Erziehungsberechtigten den richtigen Weg für sie.

 

linkes Bild: Darja Hergert plant während ihres Praktikums im Architekturbüro ihr Traumhaus.rechtes Bild: In der Küche lernt Malte Bothe während seines dreiwöchigen Praktikums sehr viel.

 

 

Text: Yvonne Högemann; Fotos: Mareke Seegers