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09.10.2020

Berufsorientierungswoche an der OBS Pingel Anton

Cloppenburg (yhö) - Mitmachen, Zuhören und Ausprobieren: Das alles stand im Mittelpunkt der Berufsorientierungswoche (BO-Woche) der neunten und zehnten Hauptschulklassen der Oberschule Pingel Anton. Unter dem Motto „Fit für den Beruf – Kennenlernen verschiedener Berufsfelder und deren Anforderungen“ bot sich den rund 70 Schülerinnen und Schülern eine abwechslungsreiche Woche.

„Nachdem zu einem recht frühen Zeitpunkt klar war, dass wir aufgrund der Pandemiesituation das dreiwöchige Betriebspraktikum nicht durchführen werden, gab es intensive Gespräche mit dem Leiter des Fachbereiches Wirtschaft, Timo Lübbe“, erklärte zweite Oberschulkonrektorin Wiebke Prüllage die Beweggründe zur BO-Woche. „Der Bereich Berufsorientierung liegt uns an der Oberschule Pingel Anton besonders am Herzen.“ Schon während des zweiten Halbjahres 2019/20 hätten viele wichtige Elemente, wie die Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen, nicht stattfinden können, deshalb suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative. Mit den Projekttagen Berufsorientierung habe man eine praxisorientierte Möglichkeit gefunden, die Schüler bei ihrer Berufswahl zu begleiten und zu unterstützen.

Während die Agentur für Arbeit mit Material rund ums Thema Bewerbung die BO-Woche unterstützte, gab es von der Kreishandwerkerschaft Informationen über das Handwerk. Mit dem Konzept der „passgenauen Besetzung“ ist es Sigrid Tebben und ihrem Team ein Anliegen, vorhandene Ausbildungspotentiale zu nutzen und ihre Ausbildungsplätze passgenau und effizient zu besetzen. „Das Interesse der Schüler ist da“, freute sich Sozialpädagogin Hiltraud Weyel, die ebenfalls tatkräftig in der BO-Woche unterstützt hat. „Es gibt bereits Einzeltermine für Schüler, die ins Handwerk möchten.“ Doch auch der Vortrag des Deutschen Roten Kreuzes zur Ausbildung als Rettungssanitäter kam bei den Neunt- und Zehntklässlern an. „Die Woche hat mir gut gefallen, gerade die Vorträge des DRK und der Kreishandwerkerschaft waren sehr informativ“, fasste Ivan Jozic aus der 9Hb zusammen.

Höhepunkt der BO-Woche war für viele Schüler allerdings die Betriebserkundung. Die Neuntklässler führte es auf den Hof der Familie Klostermann in Warnstedt. „Der Bauernhof der Familie Klostermann hat mir sehr gut gefallen“, brachte es Maxim Meyer auf den Punkt. „Hier konnten wir einiges über die Arbeit des Landwirts erfahren!“ Für die zehnte Klasse ging es zu Landmaschinen Bruns. Auch hier konnten die Schüler bei der eineinhalbstündigen Führung viel mitnehmen.

„Es war eine rundum gelungene Woche mit sehr vielen unterschiedlichen Aspekten zur Berufsorientierung“, zog Timo Lübbe am Freitag Resonanz. „Sowohl die Betriebserkundungen als auch die Vorträge des DRK und der Kreishandwerkerschaft waren sehr informativ.“ Zudem hätten die Schüler viele Berufe kennen gelernt. Aber auch das Anfertigen einer Bewerbungsmappe und das Simulieren eines Vorstellungsgesprächs kamen bei den Schülern gut an. Eine Stärken-und Schwächen-Analyse mithilfe der Plattform CheckU der Agentur für Arbeit und die Auswertung dessen rundeten die BO-Woche ab. „Mit Sicherheit konnte die BO-Woche nicht das Praktikum ersetzen“, konstatierte Lübbe. „Dennoch war die Woche ein erster Anhaltspunkt für unsere Schüler zur Berufsfindung.“ Gerade der hohe Arbeitseinsatz der Klassenlehrer Katja Thieke, Timo Lübbe und Werner Sommer habe sehr zum Gelingen dieses „Experiments" beigetragen bestätigte auch Wiebke Prüllage.


20.04.2020

Schule hilft mit Schutzvisieren

Produkt aus dem 3D-Drucker geht an den Landkreis Cloppenburg

Cloppenburg (yhö) – Seit Anfang April laufen in der Oberschule Pingel Anton sechs 3D-Drucker auf Hochtouren. Masken, die die Übertragung des Coronavirus erschweren, sind nach wie vor rares Gut. Lehrer Jonas Dellwisch hat sich nach Absprache mit Oberschuldirektor Johannes Bockhorst zum Ziel gesetzt, zu unterstützen und druckt Schutzvisiere mit dem 3D-Drucker. Abnehmer ist der Landkreis Cloppenburg.

Ideengeber war ein Freund von Dellwisch. Schon seit dem letzten Schuljahr hat die Oberschule mit sechs 3D-Druckern einen kleinen Arbeitsplatz für digitale Erfinder eingerichtet. Finanziert wurde dies vom Förderverein und der Schule. Bereits im ersten Halbjahr hat der Lehrer für Physik, Mathematik und Informatik sich mit einem Wahlpflichtkurs Informatik der zehnten Klasse mit den Grundlagen für die Arbeit mit 3D-Druckern beschäftigt und an einem digitalen Zeichenprogramm gearbeitet. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres konnten die Schülerinnen und Schüler eigene dreidimensionale Modelle entwerfen und an die 3D-Drucker übergeben. Geplant war außerdem ein größeres Projekt.

Nun ist Dellwisch jedoch aus Gründen der Kontaktsperre und des Gesundheitsschutzes allein aktiv und setzt das Maskenprojekt ehrenamtlich in seiner Freizeit um. Nicht nur während der schulfreien Zeit, sondern auch während der offiziellen Osterferien sind so mittlerweile rund 150 Schutzvisiere entstanden. Sie sind denkbar einfach: Das eigentliche Schutzvisier besteht aus einer A4-Folie aus dem Bürobedarf. Mit den 3D-Druckern produziert er die orangefarbenen Halterungen. Das Grundmaterial dafür ist Filament. Der Kunststoff wird erwärmt und aus ganz dünnen Schichten, die übereinander gemalt werden, entstehen schließlich die gewünschten Strukturen.

Die Druckzeit beträgt etwa eineinhalb Stunden pro Maske. Dann müssen noch die Folien für die Befestigung zugeschnitten und angebracht werden. „Ich schaffe derzeit 15 bis 20 pro Tag“, so der 29-Jährige. Auch weil sie so simpel seien, könnten die Schutzvisiere schnell gereinigt und wieder benutzt werden. Die Schutzvisiere gehen an den Landkreis Cloppenburg. Oberschuldirektor Johannes Bockhorst hatte den Kontakt aufgenommen. „Der Landkreis verteilt die Schutzvisiere an verschiedene Stellen“, weiß Bockhorst. Ein erster Schwung sei beispielsweise an die Wertstoffhöfe und Sammelstellen gegangen. Es seit außerdem die Weitergabe an Cloppenburger Pflegeheime angedacht.

Neueste Idee des engagierten Lehrers ist ein Mundschutz. Einen ersten Entwurf hält er schon in den Händen. „Ich feile aber noch daran“, erklärt Jonas Dellwisch. „Wir können schon bald zu unserem eigentlichen Handwerk wieder übergehen“, stellt Bockhorst erfreut fest. „Doch auch dann helfen wir gerne weiter und stellen das Material von der Schule.“


29.02.2020

Rückblick: Tag der offenen Tür

Cloppenburg (yhö) – Viele Besucher lockte der Tag der offenen Tür an der Oberschule Pingel Anton in Cloppenburg am Samstag an. Den zukünftigen Fünftklässlern und ihren Eltern wurde die Vielfalt der Schule vorgestellt. Mit einer Laufkarte konnte der Standort am Galgenmoor erkundet werden, um eine Entscheidung für die Schullaufbahn zu treffen.

„Die gute Beteiligung unserer Schüler zeigt eine hohe Identifikation mit unserer Schule“ freute sich Ansgar Käsehage, der für den Übergang zwischen der Grundschule und der Oberschule Pingel Anton verantwortlich ist. „Die Schüler kommen gerne zu uns.“ Federführend hatte er den Tag der offenen Tür organisiert und bedankte sich schon im Vorfeld bei den vielen helfenden Schülern. Neben den zukünftigen Fünftklässlern fanden ebenfalls viele ehemalige Schüler den Weg zurück in ihre alte Lehrstätte. Gerne unterhielten sie sich mit ihren alten Lehrern über ihre Jobs und Zukunftsplanungen schauten, was sich über die Jahre verändert hatte.

Das vielfältige Schulleben konnte schließlich erleben, wer offenen Auges einen Rundgang durch die Klassenräume machte. Geordnet waren die Flure nach Fachbereichen. Außerdem stellten sich Gruppen, Projekte und AGs aus der Schule vor und gewährten unterschiedliche Einblicke in den Schulalltag. „Es gab Vieles zum Ausprobieren“, wusste Käsehage. „Die Freude und Spannung der Viertklässler waren deutlich zu sehen!“ Interessierte Eltern konnten sich beim Schulleiterteam über die Anmeldung ihrer Kinder sowie deren zukünftigen Stundentafeln informieren.

Einen großen Ansturm erfuhren wie schon in den vergangenen Jahren die Naturwissenschaften, so scharrten sich die Kinder im Physikraum um die von den Lehrkräften aufgebauten Experimentierstationen. Auch im Biologieraum gab es Einiges zu entdecken: Unterschiedliche Geräusche gab es über große „Kopfhörer“ auf’s Ohr, das Skelett und der Körperbau wurden erkundet und auch unter dem Mikroskop gab es so Manches zu sehen. Im Werkraum wurden Papierflieger gebastelt und bei den Textillehrern waren Kreativität und Fingerspitzengefühl gefragt. Zusammenarbeit war beim Sozialtraining ein Muss, Kalligraphie gab es beim Fach Deutsch, Vokabelspielchen mit Spiegelschrift und Videos kamen im Englisch- und Französischraum gut an, magnetische Bausteine, Kopfrechnen oder 221 stellten die Jungen und Mädchen beim Fach Mathematik auf die Probe. Beim Fach Geschichte gab es eine Ausstellung zu Inhalten von Klasse 5 und in Erdkunde forderte ein Quiz über Cloppenburg die Besucher heraus. Die neueste Technik in Form von 3D-Druckern konnte bei den Informatik-Lehrern bewundert werden, aber auch „der Meteorit Cloppenburg“ oder die ersten Versuche, auf Skiern zu stehen, zeigten die Vielfältigkeit der Oberschule Pingel Anton. Auspowern konnten sich die Jungen und Mädchen schließlich bei einem Bewegungsparcours, den die Sportlehrer in der Turnhalle aufgebaut hatten.

Schulleitung und Kollegium kam es beim Tag der offenen Tür auch darauf an, die besonderen Schwerpunkte der Schule sowie ihre Vielfalt vorzustellen. „Es gab gute Gespräche mit den Eltern und auch die Stimmung war gut“, resümierten Organisator Ansgar Käsehage und das Schulleiterteam um Oberschuldirektor Johannes Bockhorst.

Für den Hunger zwischendurch bot das Team für Deutsch als Zweitsprache unterschiedliche Länder-Spezialitäten und in der Mensa konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen auch ein Schwätzchen halten.