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News

09.10.2020

Berufsorientierungswoche an der OBS Pingel Anton

Cloppenburg (yhö) - Mitmachen, Zuhören und Ausprobieren: Das alles stand im Mittelpunkt der Berufsorientierungswoche (BO-Woche) der neunten und zehnten Hauptschulklassen der Oberschule Pingel Anton. Unter dem Motto „Fit für den Beruf – Kennenlernen verschiedener Berufsfelder und deren Anforderungen“ bot sich den rund 70 Schülerinnen und Schülern eine abwechslungsreiche Woche.

„Nachdem zu einem recht frühen Zeitpunkt klar war, dass wir aufgrund der Pandemiesituation das dreiwöchige Betriebspraktikum nicht durchführen werden, gab es intensive Gespräche mit dem Leiter des Fachbereiches Wirtschaft, Timo Lübbe“, erklärte zweite Oberschulkonrektorin Wiebke Prüllage die Beweggründe zur BO-Woche. „Der Bereich Berufsorientierung liegt uns an der Oberschule Pingel Anton besonders am Herzen.“ Schon während des zweiten Halbjahres 2019/20 hätten viele wichtige Elemente, wie die Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen, nicht stattfinden können, deshalb suchten die Verantwortlichen nach einer Alternative. Mit den Projekttagen Berufsorientierung habe man eine praxisorientierte Möglichkeit gefunden, die Schüler bei ihrer Berufswahl zu begleiten und zu unterstützen.

Während die Agentur für Arbeit mit Material rund ums Thema Bewerbung die BO-Woche unterstützte, gab es von der Kreishandwerkerschaft Informationen über das Handwerk. Mit dem Konzept der „passgenauen Besetzung“ ist es Sigrid Tebben und ihrem Team ein Anliegen, vorhandene Ausbildungspotentiale zu nutzen und ihre Ausbildungsplätze passgenau und effizient zu besetzen. „Das Interesse der Schüler ist da“, freute sich Sozialpädagogin Hiltraud Weyel, die ebenfalls tatkräftig in der BO-Woche unterstützt hat. „Es gibt bereits Einzeltermine für Schüler, die ins Handwerk möchten.“ Doch auch der Vortrag des Deutschen Roten Kreuzes zur Ausbildung als Rettungssanitäter kam bei den Neunt- und Zehntklässlern an. „Die Woche hat mir gut gefallen, gerade die Vorträge des DRK und der Kreishandwerkerschaft waren sehr informativ“, fasste Ivan Jozic aus der 9Hb zusammen.

Höhepunkt der BO-Woche war für viele Schüler allerdings die Betriebserkundung. Die Neuntklässler führte es auf den Hof der Familie Klostermann in Warnstedt. „Der Bauernhof der Familie Klostermann hat mir sehr gut gefallen“, brachte es Maxim Meyer auf den Punkt. „Hier konnten wir einiges über die Arbeit des Landwirts erfahren!“ Für die zehnte Klasse ging es zu Landmaschinen Bruns. Auch hier konnten die Schüler bei der eineinhalbstündigen Führung viel mitnehmen.

„Es war eine rundum gelungene Woche mit sehr vielen unterschiedlichen Aspekten zur Berufsorientierung“, zog Timo Lübbe am Freitag Resonanz. „Sowohl die Betriebserkundungen als auch die Vorträge des DRK und der Kreishandwerkerschaft waren sehr informativ.“ Zudem hätten die Schüler viele Berufe kennen gelernt. Aber auch das Anfertigen einer Bewerbungsmappe und das Simulieren eines Vorstellungsgesprächs kamen bei den Schülern gut an. Eine Stärken-und Schwächen-Analyse mithilfe der Plattform CheckU der Agentur für Arbeit und die Auswertung dessen rundeten die BO-Woche ab. „Mit Sicherheit konnte die BO-Woche nicht das Praktikum ersetzen“, konstatierte Lübbe. „Dennoch war die Woche ein erster Anhaltspunkt für unsere Schüler zur Berufsfindung.“ Gerade der hohe Arbeitseinsatz der Klassenlehrer Katja Thieke, Timo Lübbe und Werner Sommer habe sehr zum Gelingen dieses „Experiments" beigetragen bestätigte auch Wiebke Prüllage.

20.04.2020

Schule hilft mit Schutzvisieren

Produkt aus dem 3D-Drucker geht an den Landkreis Cloppenburg

Cloppenburg (yhö) – Seit Anfang April laufen in der Oberschule Pingel Anton sechs 3D-Drucker auf Hochtouren. Masken, die die Übertragung des Coronavirus erschweren, sind nach wie vor rares Gut. Lehrer Jonas Dellwisch hat sich nach Absprache mit Oberschuldirektor Johannes Bockhorst zum Ziel gesetzt, zu unterstützen und druckt Schutzvisiere mit dem 3D-Drucker. Abnehmer ist der Landkreis Cloppenburg.

Ideengeber war ein Freund von Dellwisch. Schon seit dem letzten Schuljahr hat die Oberschule mit sechs 3D-Druckern einen kleinen Arbeitsplatz für digitale Erfinder eingerichtet. Finanziert wurde dies vom Förderverein und der Schule. Bereits im ersten Halbjahr hat der Lehrer für Physik, Mathematik und Informatik sich mit einem Wahlpflichtkurs Informatik der zehnten Klasse mit den Grundlagen für die Arbeit mit 3D-Druckern beschäftigt und an einem digitalen Zeichenprogramm gearbeitet. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres konnten die Schülerinnen und Schüler eigene dreidimensionale Modelle entwerfen und an die 3D-Drucker übergeben. Geplant war außerdem ein größeres Projekt.

Nun ist Dellwisch jedoch aus Gründen der Kontaktsperre und des Gesundheitsschutzes allein aktiv und setzt das Maskenprojekt ehrenamtlich in seiner Freizeit um. Nicht nur während der schulfreien Zeit, sondern auch während der offiziellen Osterferien sind so mittlerweile rund 150 Schutzvisiere entstanden. Sie sind denkbar einfach: Das eigentliche Schutzvisier besteht aus einer A4-Folie aus dem Bürobedarf. Mit den 3D-Druckern produziert er die orangefarbenen Halterungen. Das Grundmaterial dafür ist Filament. Der Kunststoff wird erwärmt und aus ganz dünnen Schichten, die übereinander gemalt werden, entstehen schließlich die gewünschten Strukturen.

Die Druckzeit beträgt etwa eineinhalb Stunden pro Maske. Dann müssen noch die Folien für die Befestigung zugeschnitten und angebracht werden. „Ich schaffe derzeit 15 bis 20 pro Tag“, so der 29-Jährige. Auch weil sie so simpel seien, könnten die Schutzvisiere schnell gereinigt und wieder benutzt werden. Die Schutzvisiere gehen an den Landkreis Cloppenburg. Oberschuldirektor Johannes Bockhorst hatte den Kontakt aufgenommen. „Der Landkreis verteilt die Schutzvisiere an verschiedene Stellen“, weiß Bockhorst. Ein erster Schwung sei beispielsweise an die Wertstoffhöfe und Sammelstellen gegangen. Es seit außerdem die Weitergabe an Cloppenburger Pflegeheime angedacht.

Neueste Idee des engagierten Lehrers ist ein Mundschutz. Einen ersten Entwurf hält er schon in den Händen. „Ich feile aber noch daran“, erklärt Jonas Dellwisch. „Wir können schon bald zu unserem eigentlichen Handwerk wieder übergehen“, stellt Bockhorst erfreut fest. „Doch auch dann helfen wir gerne weiter und stellen das Material von der Schule.“

29.02.2020

Rückblick: Tag der offenen Tür an der OBS Pingel Anton

Cloppenburg (yhö) – Viele Besucher lockte der Tag der offenen Tür an der Oberschule Pingel Anton in Cloppenburg am Samstag an. Den zukünftigen Fünftklässlern und ihren Eltern wurde die Vielfalt der Schule vorgestellt. Mit einer Laufkarte konnte der Standort am Galgenmoor erkundet werden, um eine Entscheidung für die Schullaufbahn zu treffen.

„Die gute Beteiligung unserer Schüler zeigt eine hohe Identifikation mit unserer Schule“ freute sich Ansgar Käsehage, der für den Übergang zwischen der Grundschule und der Oberschule Pingel Anton verantwortlich ist. „Die Schüler kommen gerne zu uns.“ Federführend hatte er den Tag der offenen Tür organisiert und bedankte sich schon im Vorfeld bei den vielen helfenden Schülern. Neben den zukünftigen Fünftklässlern fanden ebenfalls viele ehemalige Schüler den Weg zurück in ihre alte Lehrstätte. Gerne unterhielten sie sich mit ihren alten Lehrern über ihre Jobs und Zukunftsplanungen schauten, was sich über die Jahre verändert hatte.

Das vielfältige Schulleben konnte schließlich erleben, wer offenen Auges einen Rundgang durch die Klassenräume machte. Geordnet waren die Flure nach Fachbereichen. Außerdem stellten sich Gruppen, Projekte und AGs aus der Schule vor und gewährten unterschiedliche Einblicke in den Schulalltag. „Es gab Vieles zum Ausprobieren“, wusste Käsehage. „Die Freude und Spannung der Viertklässler waren deutlich zu sehen!“ Interessierte Eltern konnten sich beim Schulleiterteam über die Anmeldung ihrer Kinder sowie deren zukünftigen Stundentafeln informieren.

Einen großen Ansturm erfuhren wie schon in den vergangenen Jahren die Naturwissenschaften, so scharrten sich die Kinder im Physikraum um die von den Lehrkräften aufgebauten Experimentierstationen. Auch im Biologieraum gab es Einiges zu entdecken: Unterschiedliche Geräusche gab es über große „Kopfhörer“ auf’s Ohr, das Skelett und der Körperbau wurden erkundet und auch unter dem Mikroskop gab es so Manches zu sehen. Im Werkraum wurden Papierflieger gebastelt und bei den Textillehrern waren Kreativität und Fingerspitzengefühl gefragt. Zusammenarbeit war beim Sozialtraining ein Muss, Kalligraphie gab es beim Fach Deutsch, Vokabelspielchen mit Spiegelschrift und Videos kamen im Englisch- und Französischraum gut an, magnetische Bausteine, Kopfrechnen oder 221 stellten die Jungen und Mädchen beim Fach Mathematik auf die Probe. Beim Fach Geschichte gab es eine Ausstellung zu Inhalten von Klasse 5 und in Erdkunde forderte ein Quiz über Cloppenburg die Besucher heraus. Die neueste Technik in Form von 3D-Druckern konnte bei den Informatik-Lehrern bewundert werden, aber auch „der Meteorit Cloppenburg“ oder die ersten Versuche, auf Skiern zu stehen, zeigten die Vielfältigkeit der Oberschule Pingel Anton. Auspowern konnten sich die Jungen und Mädchen schließlich bei einem Bewegungsparcours, den die Sportlehrer in der Turnhalle aufgebaut hatten.

Schulleitung und Kollegium kam es beim Tag der offenen Tür auch darauf an, die besonderen Schwerpunkte der Schule sowie ihre Vielfalt vorzustellen. „Es gab gute Gespräche mit den Eltern und auch die Stimmung war gut“, resümierten Organisator Ansgar Käsehage und das Schulleiterteam um Oberschuldirektor Johannes Bockhorst.

Für den Hunger zwischendurch bot das Team für Deutsch als Zweitsprache unterschiedliche Länder-Spezialitäten und in der Mensa konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen auch ein Schwätzchen halten.

19.12.2019

Vorweihnachtliches Volleyballturnier der 9. und 10. Klassen

Wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten gab es in der Halle an der Leharstraße spannende Volleyballspiele, mit zum Teil sehr langen und emotionalen Ballwechseln zu bewundern. Auch dieses Jahr traten wieder neun Mannschaften in zwei Gruppen gegeneinander an. Nach der Vorrunde trafen im 1. Halbfinale die Klassen 10Rc und 9Ha und im 2. Halbfinale die Klassen 9Rb und 10Ra aufeinander. Als glückliche, aber verdiente Sieger zogen die Klassen 10Rc und 10Ra ins Finale ein.

Hier wurden dann zwei Gewinnsätze ausgespielt.

Den ersten Satz entschied die 10Ra deutlich mit 16:25 für sich. Den zweiten Satz mussten sie allerdings knapp mit 26:24 der 10Rc überlassen. Der dritte und entscheidende Satz bot dann alles, was ein Herzschlagfinale benötigt … pure Emotionen, Dramatik und viele schöne Ballwechsel. Am Ende ging dieser Satz mit 25:19 wieder an die 10Rc, die damit den Pokal für ihre Klasse, ihren Sportlehrer Herrn Knoll und Herrn Knierim gewann.

Von allen Teilnehmern gab es dafür einen kräftigen Applaus.

 

Das Endergebnis:

 

1. 10Rc
2. 10Ra
3. 9Ha

4. 9Rb                       

5. 10Ha

6. 9Ra                       

7. 9Rc
8. 10Rb                                  

9. 9Hb

18.12.2019

Siebtklässler backen Plätzchen mit den Senioren der Senioren Residenz Alloheim

Cloppenburg (yhö) – Eine einmalige Erfahrung machten 16 Schüler eines Wahlpflichtkurses Hauswirtschaft der Oberschule Pingel Anton. Für die Siebtklässler ging es während der Weihnachtszeit zum Plätzchen backen zur Senioren Residenz Alloheim.

Die Schulküche am Hauptstandort der Oberschule wird zurzeit grunderneuert. Was aber ist die Weihnachtszeit ohne traditionelles Plätzchenbacken? Das dachte sich auch Lehrerin Henrike Weßling-Böske und organisierte kurzerhand den Besuch beim Alloheim.

Aus Mehl, Butter, Zucker, Eiern und Vanillinzucker ist schnell ein Plätzchenteig zubereitet. Von Berührungsängsten ist weder bei den Jugendlichen noch bei den Senioren etwas zu spüren. Mit ihren Schürzen wirken die Siebtklässler geradezu professionell. Schöne Erinnerungen werden bei den Heimbewohnern wach, als sie mit den Jugendlichen den Teig ausrollen. Mit Förmchen werden Sterne, Tannenbäume, Kerzen, Glocken und andere weihnachtliche Motive ausgestochen. Die Teiglinge kommen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche und werden im Ofen goldgelb gebacken. Schon bald zieht köstlicher Duft durch die Senioren Residenz.

Doch die Plätzchen sind damit noch lange nicht fertig. Nach dem Auskühlen werden sie mit Zuckerguss bestrichen und mit Krokant oder anderen Leckereien bestreut. Ein kurzer Plausch sorgt außerdem für Abwechslung. „Ein rundum gelungener Tag“, freut sich Henrike Weßling-Böske. „Wir kommen auch gerne einfach so mal wieder“, erklären einige Jungen und Mädchen nach getaner Arbeit.

03.12.2019

Vorlesewettbewerb 2019 an der Oberschule Pingel Anton

Auch in diesem Schuljahr nahmen die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs der Oberschule Pingel Anton in Cloppenburg am Vorlesewettbewerb teil. Im Rahmen einer Buchvorstellung trugen die Schülerinnen und Schüler aus ihrem Lieblingsbuch etwas vor.

Nelli Moskvitin (6Rb) las aus ihrem Lieblingsbuch „Der Abenteuerfluss 1“ von Lois Walfrid Johnson vor und wurde Schulsiegerin. Weitere Teilnehmerinnen waren Jannette Bdaciovas, Hatigje Osmanij und Emily Kalwa.

Die Jury wurde vertreten von Frau Grever aus der Buchhandlung Terwelp, Frau Bärlein aus der St. Andreas Bücherei und Frau Dickerhoff von der Grundschule Galgenmoor.

Als Schulsiegerin erhielt Nelli Moskvitin einen Buchpreis im Wert von 10 Euro und wird unsere Schule in der nächsten Wettbewerbsrunde auf Stadtebene vertreten.

Wir wünschen der Finalistin am Vorlesewettbewerb im kommenden Jahr viel Erfolg und weiterhin viel Freude am Lesen.

 

14.10.2019

Dreitägige Bildungsreise nach Auschwitz

Cloppenburg/ Auschwitz (yhö) – Auf eine dreitägige Bildungsreise nach Auschwitz in Polen begaben sich neun Lehrer der Oberschule Pingel Anton sowie zwölf ehemalige Schüler.

Nur etwa 50 Kilometer vom polnischen Krakau entfernt liegt das deutsche nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau, in dem zu Zeiten des Nationalsozialismus systematisch mehr als 1 Million Menschen – Juden, Sinti und Roma sowie andere von den Nationalsozialisten als minderwertig angesehene Personen - ermordet wurden. Das direkt in der Stadt Auschwitz, heute polnisch Oświęcim, liegende „Stammlager“ beherbergt heute eine Gedenkstätte mit Museum.

Auschwitz steht heute noch für viele Menschen als Synonym für Folter, unermessliches Leiden und Tod. Schon der Name löst Beklemmung aus – jeder hat irgendetwas darüber gelesen, gehört oder gesprochen. Dabei ist es nur eines von Hunderten von Konzentrationslagern, das von den Nazis zwischen 1933 und 1945 betrieben wurde.

Als die Cloppenburger Gruppe in der Nacht im Hotel ankam, war ihr nicht bewusst, dass sie in direkter Nähe des Konzentrationslagers Auschwitz I nächtigte. Erst am nächsten Morgen kam die Erkenntnis: Hautnah dabei, so fühlte es sich an. Bei einer Stadtführung nahm die Gruppe dann schnell zur Kenntnis, dass Oświęcim nicht „nur" Konzentrationslager ist. Eine lebendige Stadt mit rund 40.000 Einwohnern und Jahrhunderte alter Geschichte. Vor der Zeit des Nationalsozialismus war sie geprägt von jüdischem Leben, wie die Gruppe erfuhr. Erschreckend festzustellen war es für die Cloppenburger, welch einen Kontrast die Stadt erlebte: Friedliches, freundschaftliches Zusammenleben, blühend und harmonisch. Doch dann kommen die Nazis und auf einmal ist diese Welt vorbei und die Welt der Vernichtungslager beginnt. Wie schon vor der Zeit der Lager gibt es auch heute noch zumindest eine Synagoge in Oświęcim, die von jüdischen Touristen genutzt wird.

Auf die Stadtführung folgte die Besichtigung des Lagers Auschwitz I. „Von außen hatte ich mir das ganz anders vorgestellt“, war man sich einig. Durch den strahlenden Sonnenschein, den blauen Himmel und die grünen Bäume wirkte es beim ersten Betreten des Lagers fast idyllisch. Bei näherer Besichtigung aber wurde der Schrecken für die Gruppe wieder deutlich. „Durch die Ansammlung der Schuhe wurde für mich der Schrecken besonders deutlich “, hielt Regina Seeger für sich fest. „Individuelle Schuhe, High heels, Sommerschuhe, rote Sandalen, Kinderschuhe, all die Hoffnungen steckten in diesen Schuhen.“ Die Vorstellung sei einfach erschaudernd.

Birkenau, das Lager, das für systematische Vernichtung stand, war der Hauptprogrammpunkt am kommenden Tag. Eine Weite, Nebel, Wind und das riesige Gelände brachten eine beklemmende Stimmung mit sich. Doch erst durch das Ablaufen wurden die Weite und Größe des Vernichtungslagers für die Cloppenburger deutlich. Der Rundgang vorbei an Lagerbaracken, Überresten gesprengter Gaskammern und Mahnmalen, die daran erinnern, dass direkt neben den Gaskammern die Asche der Opfer in Massengräber geschüttet wurde, war mehr als bedrückend. „Die über dem Himmel ragenden Schornsteinreste der Baracken sind wie ein Fingerzeig, ein Mahnmal“, stellten die Lehrer fest. „Es ist das krasseste, was ich je erlebt habe“, hieß es aus den Mündern der ehemaligen Schüler. „Ich hab Gänsehaut.“ Vier Stunden war die Gruppe durch die Gegend gelaufen, die ehemaligen Schüler aber hatten sich nicht einmal beschwert, so bewegt waren sie. Empörung empfanden die Jugendlichen als sie sahen, dass Besucher sich in Wänden der Baracken verewigt hatten: „Bevor man sich hier nicht respektvoll benimmt, kann man besser zu Hause bleiben!“

„Auch wenn man meint, viel über die Zeit zu wissen, bringen die Eindrücke vor Ort eine ganz andere Tiefe,“ fasste die Gruppe ihre Bildungsreise abschließend zusammen. „Der Besuch gibt einfach ganz neue Eindrücke.“

02.10.2019

Projekttage an der OBS Pingel Anton: „Sportunterricht mal anders“

Cloppenburg (yhö) – Groovige Musik schallt durch die Halle, rhythmische Bewegungen sind zu sehen, auf der anderen Seite schmettert ein Ball über das Netz und Einräder werden konzentriert balanciert: Drei Tage standen für die siebten Klassen der Oberschule Pingel Anton ganz im Zeichen des Sports und der Bewegung.

Insgesamt aus acht Projekten konnten die Jungen und Mädchen wählen, angeboten von Lehrern der Oberschule sowie außerschulischen Partnern. Die Bandbreite reichte über Reiten, Volleyball/ Einrad, Golf, Fitness, Fahrradfahren, Tanzen bis hin zur Selbstverteidigung und Angeln. Angepasst an die unterschiedlichen Lern- und Lebensbiographien der Jungen und Mädchen konnten die angebotenen Projekte nicht unterschiedlicher sein. Den Abschluss bildete am dritten Tag ein Indian-Dutch-Turnier.

„Die Jugendlichen waren begeistert von der anderen Art des Unterrichts“, fasste Christian Knoll, Fachkonferenzleiter Sport, die Projekttage zusammen. Der Aufwand habe sich gelohnt. Auch die außerschulischen Partner hätten eine positive Resonanz gezogen.

Tiger Woods waren die Jungen und Mädchen am Ende zwar nicht, aber nach einer kurzen Schlägerkunde, lernten sie die wichtigsten Golfbegriffe und dann ging es auf’s Grün: Abschlag und putten üben hieß es dort, bevor in Kleingruppen ein 9-Loch-Turnier gespielt wurde.

„Wir waren in der Reithalle und durften die Pferde striegeln und dann reiten“, freuten sich ein paar Mädchen, die zunächst noch Respekt vor den großen Tieren hatten. „Wir durften auch voltigieren, da macht man Übungen auf dem Pferd“, erklärten sie nicht ohne Stolz. Auch die Lehrerin habe das Voltigieren ausprobiert.

Lag anfangs das Ziel noch außer Reichweite, lief es beim Einradfahren für die Jungen und Mädchen am Ende reibungslos. „Die Gruppen waren sehr diszipliniert“, gab Lehrerin Natalie Hinxlage ihr Feedback. „Sie alle hatten Freude an dem Sport.“ Auch das Volleyballspiel sei nicht zu kurz gekommen. Die Jungen und Mädchen wurden unterstützt von einer mazedonischen Nationalspielerin, die beim Technik- und Taktiktraining die besten Kniffe verriet.

Beim Fitness konnten die Jungen und Mädchen von zwei ehemaligen Schülern der Oberschule begleitet werden. In zwei Gruppen eingeteilt lernten die Jugendlichen Zumba, Workouts, einen Geräte-Zirkel und Gewichte kennen und durften anschließend nach ihren eigenen Neigungen sporteln. „Am Ende waren sie alle ausgepowert und zufrieden“, stelle die begleitende Lehrkraft Kerstin Hönig fest. Zum Abschluss hätte es sogar noch kleine Geschenktütchen gegeben.

Unterstützung beim Angeln gab es vom Friesoyther Angelverein. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Angelverein ein Projekt dieser Art so unterstützt“, wusste Lehrer Philipp Kockmeyer, der selbst passionierter Angler ist. „Wir haben einige Fische fangen können“, erzählten die Schüler. „Kleine Rotaugen, aber auch ein paar Barsche waren dabei.“

Umdisponieren musste die Fahrrad-Gruppe: Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse wurde der Vormittag in der Sporthalle verbracht, aber auch die dort angebotenen Spiele wurden von den Schülern gut angenommen und bereiteten viel Spaß.

„Der große Aufwand für die Projekttage hat sich gelohnt“, fasste Schulleiter Johannes Bockhorst nach den drei Projekttagen zusammen. „Die Schüler werden später von genau solchen Tagen erzählen.“

 

02.10.2019

Indian Dutch – Turnier 2019/2020

Zum Abschluss der Projekttage veranstalteten wir in diesem Schuljahr das Indian Dutch - Turnier für die 6. und 7. Klassen. Nach der Vorbereitung in den jeweiligen Sportstunden wurden bei spannenden und temporeichen Spielen die Sieger in zwei Gruppen ausgespielt und dann spielten die Platzierten der 1. Gruppe gegen die Platzierten der Gruppe 2. Dabei ist es gerade für die Sechstklässler ein großer Ansporn, ihren älteren Konkurrenten Paroli zu bieten.
Das Turnier ist jedes Mal ein besonderes Highlight für unsere Schülerinnen und Schüler und so sind alle mit unglaublich viel Spaß und Engagement bei der Sache.

Beim diesjährigen Turnier am 02. Oktober heißt die Siegerklasse 7Hb. Im großen Endspiel setzte die Klasse sich gegen die 7Ra durch und gewann am Ende verdient mit 2:0. Frau Lübken und Frau Weßling-Böske waren MEGA stolz auf IHRE Klasse!!!

 

Hier die Endergebnisse:

 

Gesamtsieger: Klasse 7Hb

 

Die weiteren Platzierungen:

 

2. 7Ra

3. 7Rb

4. 6Hb

5. 6Ha

6. 7Ha

7. 6Ra

8. 7Rc

9. 6R

25.09.2019

„Ein Hörspiel ist wie Sehen mit den Ohren“                            - Hörspiel-Workshop des NDR an der Oberschule Pingel Anton

Cloppenburg (yhö) - Einen ungewöhnlichen Unterrichtsvormittag mit Mikrofon und Manuskriptzetteln haben zwei neunte Klassen der Oberschule Pingel Anton erlebt. Eine Regisseurin und ein Tontechniker von NDR-Kultur waren zu Gast und nahmen mit den Schülern eine Fünf-Minuten-Sequenz der Geschichte „Watchdog“ nach der Erzählung von Sabine Stein auf.

„Texte hören statt zu lesen? Das ist sicher eine gute Hilfe für Analphabeten oder Menschen mit einer Sehbehinderung, aber für uns?“ war die kritische Einschätzung eines Schülers zu Beginn der Unterrichtseinheit. Bald erkannten die Schüler allerdings, dass ein Hörspiel mehr ist als das Vorlesen eines Textes. Erst lebendige Dialoge, passende Musik und Geräusche machen das Geschehen so anschaulich, als würde man es „mit den Ohren sehen“, wie eine Schülerin erstaunt feststellte. Bei ersten eigenen Aufnahmen einer Hörspielszene im Deutschunterricht machten die Schüler dann die Erfahrung, wie schwierig es ist, ihr theoretisches Wissen tatsächlich umzusetzen. Deshalb freuten sich alle auf die Arbeit mit den Hörspiel-Profis des NDR.

Nach ersten Aufwärm- und Sprechübungen, die die Schüler einige Überwindung kosteten, wurden einzelne Sprechtexte aufgenommen. Während es bei der Aufnahme der verschiedenen Dialoge im Raum mucksmäuschen still sein musste, war bei den Aufnahmen im Klassenraum und auf dem Schulgelände das Gegenteil gefragt: Gesprochen wurde nicht, dafür atmosphärischer Hintergrund wie Schritte und Lachen, Musik, Pausentrubel für einen stimmigen Hintergrund aufgenommen. Beide Tonspuren wurden später übereinander gelegt. Am Ende waren die Schüler überrascht und sichtlich stolz auf ihr erstelltes Hörspiel.