Abschlussfeier 2026

 

Mit Stolz, Freude und auch ein wenig Wehmut hat die Oberschule Pingel Anton am vergangenen Freitag ihre diesjährigen Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. In einer feierlichen Zeremonie erhielten 84 Jugendliche ihre Abschlusszeugnisse. Musik, persönliche Worte und viel Applaus prägten einen Vormittag, an dem gleichermaßen zurückgeblickt und nach vorne geschaut wurde.

 

Insgesamt wurden 27 Erweiterte Sekundarabschlüsse I, 21 Realschulabschlüsse, zehn Sekundarabschlüsse I Hauptschule sowie 23 Hauptschulabschlüsse vergeben, davon 19 bereits nach Klasse 9. Drei Jugendliche erhielten einen Förderschulabschluss, sechs Schülerinnen und Schüler verließen die Schule ohne Abschluss.

 

Für besondere schulische Leistungen wurden Larion Mahevskiy (10Ha), Zejnepa Balje (10Ra) und Imke Bley (10Rb) als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Eine Ehrung des Partnerschaftsvereins Cloppenburg-Bernay erhielten zudem Josie Albert und Imke Bley.

 

Schulleiter Johannes Bockhorst stellte seine Abschlussrede unter das Motto „Fußball ist wie das Leben und das Leben ist wie Fußball“. Angelehnt an die laufende Fußball-Weltmeisterschaft sprach er über Regeln, Veränderungen und den gesellschaftlichen Wandel.

 

Gerade in einer Zeit, in der vieles polarisiert werde, brauche es Kommunikation, Kompromisse und das Miteinander. „Ein Kompromiss ist keine Niederlage, sondern ein gemeinsamer Sieg“, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg.

 

Dabei griff Bockhorst auch die Veränderungen im Schulalltag auf. Themen wie Smartphones, künstliche Intelligenz und gesellschaftliche Entwicklungen hätten die vergangenen Jahre geprägt und würden die Zukunft weiter beeinflussen. Sicher sei jedoch, dass es auch künftig Regeln brauche, auf die sich alle verlassen können. Seine wichtigste Botschaft formulierte er deutlich: „Die gut handelnden Menschen sind in der Mehrzahl.“

 

Mit Blick auf die Zukunft wünschte er den Absolventinnen und Absolventen vor allem Gesundheit, den Mut, den eigenen Weg zu finden und eine echte Berufung statt nur einen Beruf. Gleichzeitig lud er die Jugendlichen dazu ein, ihre Schule nicht zu vergessen. Mit Verweis auf das Homecoming der Oberschule Pingel Anton ermutigte er sie, auch künftig immer wieder an ihre alte Schule zurückzukehren.

 

Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn gratulierte den Jugendlichen ebenfalls und erinnerte daran, dass mit dem Schulabschluss zwar ein Lebensabschnitt ende, das Lernen aber niemals aufhöre. „Heute habt ihr etwas in der Hand, das euch keiner mehr nimmt, euren Schulabschluss“, sagte er. Gleichzeitig appellierte er an die Jugendlichen, neugierig zu bleiben und die vielen Chancen zu nutzen, die vor ihnen liegen. „Wir brauchen euch mit euren Talenten, euren Fragen, eurem Gerechtigkeitssinn und eurem Humor.“

 

Auch Schulelternratsvertreter Veysi Varal richtete persönliche Worte an die Jugendlichen. Er dankte den Lehrkräften ausdrücklich für ihre Arbeit. Lehrer zu sein, sei „kein Beruf, sondern eine Berufung“. Den Schülerinnen und Schülern empfahl er, sich auszuprobieren und dranzubleiben. Nicht immer sei die erste Entscheidung auch die richtige.

 

Emotional wurde es schließlich bei der Rede der Schulsprecher Elmedin Beraj (9Hb) und Shamsia Shah (10Rb). Nicht Klassenarbeiten oder Hausaufgaben würden in Erinnerung bleiben, sondern Freundschaften, Klassenfahrten, Ausflüge und die „legendäre Schlange am Kiosk“. Gemeinsam dankten sie Eltern, Lehrkräften und Mitschülern für die Unterstützung der vergangenen Jahre.

 

Ein Sektempfang rundete die offizielle Feier ab, bevor am Abend in der Tanzschule am Marktplatz in Cloppenburg der Abschlussball den fröhlichen Höhepunkt eines unvergesslichen Tages bildete.